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Nun lob mein Seel am Do, 12.10.2017 - Frauenkirche Dresden, Dresden

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Aktualisiert am:
12.10.2017
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Nun lob mein Seel

Was?
Wann?
Donnerstag, 12.10.2017, 20:00 Uhr
 
Wo?
Anschrift:


Musik:
keine Angabe


Info zur Veranstaltung

Nun lob mein Seel

KlangRäume – Mehrchörigkeit bis Heinrich Schütz Werke von Johannes Heugel, Thomas Stoltzer, Johann Walter, Georg Otto, Michael Praetorius und Heinrich Schütz

Musik wird hier zum Raum: Das 16. und 17. Jahrhundert ist ja nicht nur das Zeitalter umwälzender Veränderungen, sondern auch großer Entdeckungen. Waren es in der Geographie neue Territorien und Länder, öffnete sich in der Musik der Raum. Es war wohl eine Art Erweckungserlebnis für den jungen Heinrich Schütz, als er 1609 erstmals in San Marco venezianische Mehrchörigkeit hörte. Dabei hätte er gar nicht so weit reisen müssen: In Königsberg, Torgau und Kassel hatte man längst begonnen, ebenfalls der Musik mehr Raum zu geben … Die Capella de la Torre und das Calmus Ensemble, beide sind ECHO Klassik-Preisträger, überführen spannende musikhistorische Erkenntnisse in ein raumgreifendes und überwältigendes Konzert in der Dresdner Frauenkirche, einem der berühmtesten Kirchenbauten überhaupt.

Calmus Ensemble
Anja Pöche, Sopran
Sebastian Krause, Altus
Tobias Pöche, Tenor
Ludwig Böhme, Bariton
Manuel Helmeke, Bass

Capella de la Torre
Birgit Bahr, Altpommer
Falko Munkwitz, Posaune
Regina Hahnke, Bassdulzian
Hildegard Saretz, Virginal
Ekkehard Saretz, Orgel
Katharina Bäuml, Schalmei und Leitung

19.00 Uhr, Einführung zum Konzert

Konzert in Zusammenarbeit mit der Stiftung Frauenkirche Dresden

(Klassik)

„Aus Liebe zur Wahrheit und in dem Bestreben, diese zu ergründen…“ – Mit diesen Worten leitete Martin Luther seine weltberühmten 95 Thesen ein, die er am 31. Oktober 1517 im Ärger über die bestehenden Missstände zahlreichen Briefen an seine Vorgesetzten beilegte. Sie sollten zunächst nur als Grundlage für eine Disputation dienen, doch lösten sie bekanntermaßen eine der gewaltigsten Lawinen der Weltgeschichte aus. 2017 wird es 500 Jahre her sein, dass Martin Luther seine Thesen von Wittenberg aus in die Welt gerufen hat.

Was aber gilt es 2017 zu tun? Welche Fragen sollten wir (uns) stellen und vielleicht sogar beantworten, wenn wir etwas feiern, das die Tore zu neuem Denken ebenso kraftvoll aufgestoßen wie jahrhundertelang unermessliches Leid über Menschen gebracht hat? Wir, als Menschen der Gegenwart, die einer ungewissen Zukunft entgegengehen, müssen uns aus der Geschichte heraus mahnende Fragen stellen und – gefallen lassen: Wo ist unser leidenschaftlicher Mut, aufzustehen, für etwas einzustehen, Haltungen zu entwickeln und anderen Halt zu geben?!

Es muss da auch nicht nur Luther sein. Heinrich Schütz war ein herausragender Komponist, er war aber ebenso ein leidenschaftlicher Streiter für die Lebens- und Arbeitsbedingungen seiner Musiker, er musste inmitten des kriegserhitzten Europas politische Ereignisse mit Tönen ausstaffieren und nutzte dies für eindringliche Friedensbotschaften. Er war dem Neuen, Internationalen aufgeschlossen, verteidigte aber gleichzeitig, mit Haltung und Verve, die „teutsche gravitet“ des Kontrapunkts. Erst heute sind das Gegensätze …

Das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST entspringt der Liebe zur Musik des 17. Jahrhunderts. In diesem Jahr haben meine MitstreiterInnen und ich, nicht zuletzt Dank der Hilfe von Förderern, Sponsoren und Partnern, ein vielgestaltiges Programm entworfen, das diese Liebe zur Musik mit der „Liebe zur Wahrheit“ verknüpft. Opulente Reformationsfeiern von 1617, am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges, sind zu hören. Klangprächtige Instrumental- und Vokalkonzerte in einigen der schönsten Kirchen Mitteldeutschlands laden ein, sich ganz der Verbindung von Raum und Musik hinzugeben. Aber daneben gibt es – und das ist ebenso Markenzeichen unseres Musikfestes – ungewöhnliche und exklusive Räume, überraschende neue Formate, sowie Aktionen und Feste mit Kultstatus. Und als verknüpfendes Band durch alle Konzerte und Klänge hindurch sind es die eindringlichen Botschaften dieser Werke und ihrer Epoche, die das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST zu einem wichtigen und gewichtigen Bestandteil unserer mitteldeutschen Kultur machen – hier und jetzt und in diesem Jahr 2017 dringlicher denn je.


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